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Strick waschen: Wolle, Alpaka und Mischgewebe richtig pflegen

Ein Pullover verzeiht vieles. Nur einen Fehler nicht: zu warmes Wasser und zu viel Bewegung in der Trommel. Danach ist er kleiner, fester und steifer, und das bleibt so.

Die gute Nachricht: Strick muss viel seltener in die Wäsche, als die meisten denken. Und wenn, dann ist es schnell gemacht.

Erst nachsehen, was drin ist

Von den 25 Strickteilen, die wir derzeit führen, ist kein einziges reine Wolle. Alle sind Mischungen, typischerweise so:

  • 35 % Polyacryl, 20 % Wolle, 20 % Viskose, 15 % Polyester, 10 % Polyamid
  • 65 % Polyacryl, 15 % Wolle, 12 % Polyamid, 7 % Alpaka, 1 % Elasthan
  • 45 % Mohair, 20 % Polyamid, 18 % Polyacryl, 15 % Wolle, 2 % Elasthan

Das ist kein Mangel, sondern Absicht: Der Kunstfaseranteil macht den Pullover formstabiler und weniger kratzig. Für die Pflege heißt es trotzdem, es richtet sich nach dem empfindlichsten Anteil. Schon 15 % Wolle entscheiden darüber, wie gewaschen wird. Was die Zeichen im Etikett bedeuten, steht im Beitrag zu den Pflegesymbolen.

Warum Wolle verfilzt

Wollfasern sind von winzigen Schuppen überzogen, die wie Dachziegel übereinanderliegen. Kommen Wärme, Feuchtigkeit und Bewegung zusammen, stellen sich diese Schuppen auf und verhaken sich ineinander. Die Fasern rücken zusammen, das Gestrick zieht sich dicht und geht nicht wieder auf.

Das ist der entscheidende Unterschied zu den anderen Stoffen in unserem Sortiment: Baumwolle läuft bei Hitze ein, lässt sich feucht aber wieder in Form ziehen. Viskose wird nass empfindlich, erholt sich aber beim Trocknen. Verfilzte Wolle dagegen ist endgültig.

Aus unserem Sortiment

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So wäschst du Strick

  1. Auf links drehen. Das schützt die Oberfläche und bremst Pilling.
  2. Wollwaschgang oder Handwäsche, höchstens 30 Grad. Beide Programme bewegen die Trommel kaum, genau darauf kommt es an.
  3. Wollwaschmittel nehmen. Normales Vollwaschmittel enthält Enzyme, die tierische Fasern angreifen. Flüssig, nicht als Pulver.
  4. Trommel halb leer lassen. Platz ist hier wichtiger als bei allem anderen.
  5. Nicht schleudern, oder höchstens 400 Umdrehungen, wenn das Etikett es erlaubt.
  6. Keinen Weichspüler. Er legt sich um die Faser und macht den Pullover mit der Zeit schlapp.

Von Hand geht es genauso gut: lauwarmes Wasser, Wollwaschmittel einrühren, den Pullover hineinlegen und ruhen lassen statt reiben. Nach zehn Minuten klar nachspülen, ohne Temperatursprung.

Nicht auswringen, nicht aufhängen

Nasser Strick trägt sein eigenes Gewicht nicht. Auf dem Bügel zieht er sich in die Länge, die Schultern bekommen Spitzen, und der Pullover ist zwei Nummern größer, das lässt sich nicht zurückholen.

Stattdessen: Den Pullover flach auf ein Handtuch legen, das Handtuch samt Pullover locker aufrollen und sanft andrücken. So zieht die Baumwolle das meiste Wasser heraus. Danach auf einem trockenen Handtuch liegend in Form bringen und liegen lassen. Nicht auf der Heizung, nicht in der Sonne.

Alpaka und Mohair: noch eine Spur vorsichtiger

Beide Fasern sind feiner und länger als Schafwolle, dafür empfindlicher gegen Reibung. Sie filzen weniger stark, verlieren bei grober Behandlung aber ihren Flor, und der ist genau das, wofür man sie kauft.

Für sie gilt dasselbe Vorgehen, nur konsequenter: Handwäsche vor Maschine, gar nicht schleudern, und nach dem Trocknen mit der Hand gegen den Strich durch den Flor fahren. Das stellt die Fasern wieder auf.

Pilling: die kleinen Knötchen

Knötchen entstehen durch Reibung, unter den Armen, am Rucksackriemen, an der Lehne. Sie sind kein Zeichen schlechter Qualität, sondern von Bewegung, und bei Mischgewebe mit Kunstfaseranteil besonders sichtbar, weil die Kunstfaser reißfester ist und das Knötchen festhält.

Weg damit mit einem Fusselrasierer oder einem Pillingkamm, immer in eine Richtung und ohne Druck. Keine Schere, ein Schnitt ins Gestrick kostet den ganzen Pullover.

Lüften schlägt waschen

Wolle ist von sich aus geruchsabweisend und schmutzabweisend. Ein Pullover, den du ein paar Stunden getragen hast, gehört über Nacht an die frische Luft, nicht in den Wäschekorb. Oft reicht das für Wochen.

Aufbewahrt wird Strick liegend, nicht hängend, aus demselben Grund wie beim Trocknen. Und wer Wolle über den Sommer einlagert: sauber einräumen, denn Motten gehen an Verschmutzungen, nicht an die Faser selbst. Zedernholz oder Lavendel im Schrank helfen zusätzlich.

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Kurz gesagt: kalt, kaum bewegen, nicht schleudern, liegend trocknen. Wie die anderen Stoffe sich verhalten, steht bei Viskose, Leinen und Baumwolle. Stöber durch unsere Pullover und Strickjacken oder den Sale.

Häufige Fragen

Bei wie viel Grad wäscht man Strick?

Wollwaschgang oder Handwäsche, höchstens 30 Grad. Beide Programme bewegen die Trommel kaum, genau darauf kommt es an.

Warum verfilzt Wolle?

Wollfasern sind von winzigen Schuppen überzogen, die wie Dachziegel übereinanderliegen. Kommen Wärme, Feuchtigkeit und Bewegung zusammen, stellen sich diese Schuppen auf und verhaken sich ineinander. Die Fasern rücken zusammen, das Gestrick zieht sich dicht und geht nicht wieder auf.

Darf ein Pullover zum Trocknen auf den Bügel?

Nasser Strick trägt sein eigenes Gewicht nicht. Auf dem Bügel zieht er sich in die Länge, die Schultern bekommen Spitzen, und der Pullover ist zwei Nummern größer, das lässt sich nicht zurückholen. Liegend trocknen ist die einzige sichere Art.

Was tun gegen Knötchen am Pullover?

Weg damit mit einem Fusselrasierer oder einem Pillingkamm, immer in eine Richtung und ohne Druck. Keine Schere, ein Schnitt ins Gestrick kostet den ganzen Pullover.

Wie wäscht man Alpaka und Mohair?

Für sie gilt dasselbe Vorgehen, nur konsequenter: Handwäsche vor Maschine, gar nicht schleudern, und nach dem Trocknen mit der Hand gegen den Strich durch den Flor fahren. Das stellt die Fasern wieder auf.

Wie oft muss ein Pullover gewaschen werden?

Wolle ist von sich aus geruchsabweisend und schmutzabweisend. Ein Pullover, den du ein paar Stunden getragen hast, gehört über Nacht an die frische Luft, nicht in den Wäschekorb. Oft reicht das für Wochen.

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